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21.09.2019

Gedanken zur Fachgruppentagung der Berufsfotografen OÖ / WKO am 18.9.2019

Einführung

Ich bin nun seit 2015 ehrenamtlicher (dh ohne Entlohnung) Mandatar im Ausschuss der OÖ Berufsfotografen und konnte das System dahinter in dieser Zeit nun ganz gut kennenlernen, wobei ich stark unterscheide zwischen dem Apparat WKO, den ich in vielen Punkten auch kritisiere und der in Vielem verbessert werden könnte (und auch schon wurde in den vergangenen Jahren), aber ohne dem wir auch viele Dinge nicht hätten und der eigenen Fachgruppenarbeit.

Es ist natürlich bei einem Ehrenamt so, dass es zunächst einmal ein zeitliches Limit gibt, da man ja selbst auch noch das eigene Unternehmen führen muss - und deshalb wäre eine konstruktive Mithilfe der Kollegen wichtig, damit es am Ende auch gute Verbesserungen gibt. Ich wäre sowieso dafür, dass es kein Ehrenamt sein sollte und die geleistete Arbeitszeit ordentlich entlohnt werden müßte, um optimalere Ergebnisse liefern zu können.

Aufgaben des Ausschusses

Grundsätzlich besteht die Aufgabe des Ausschusses darin, die Überschüsse aus den eingenommenen Grundumlagen gemeinsam mit dem Geschäftsführer, der für die Bilanz verantwortlich ist, und den FotografInnen zu verwalten und sinnvoll für die gesamte Branche einzusetzen - was meiner Meinung nach in den letzten Jahren sehr verbessert wurde und tolle Aktivitäten gesetzt wurden (wobei auch natürlich welche dabei waren, aus denen wir im Ausschuss feststellen mußten, dass es nicht funktioniert wie zB Netzwerktreffen, wo gerade einmal eine Handvoll an Kollegen kam, ... aber diese Erfahrungswerte bringen uns weiter). Nicht zu vergessen waren ua. zB die Verhandlungen einer Haftpflichtversicherung, die ich ein halbes Jahr führte und für alle Kollegen ein gutes Angebot erreichen konnte. Auch der RSV (Rechtschutzverband) hat sich meiner Meinung nach gut entwickelt. Alleine mit diesen beiden Dingen wäre die Grundumlage für mich schon gerechtfertigt. Aber es gibt ja noch eine lange Liste weiterer Leistungen, die über die WKO erhalten werden können - wird aber offensichtlich zu wenig erkannt.

Das Netzwerk der Fotografen

Diese Netzwerktreffen-Erfahrungen in den vergangenen fünf Jahren haben mir auch gezeigt, dass sich manche Kollegen anscheinend davon erhoffen, Freunde zu finden. Dies ist auch in kleineren Gruppen so, aber die Mehrheit bleibt und ist untereinander Konkurrenz (oder moderner ausgedrückt "Mitbewerber"), was ja eigentlich logisch und natürlich ist in der Selbständigkeit. Einige sind für mich auch einfach nur "Hobbyisten mit Gewerbeschein-Hintergrund" (auch die sind Menschen und respektvoll zu behandeln)

Ein Netzwerktreffen erfüllt meiner Meinung nach folgende Aufgaben:

Input zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen bzw. Motivation zu schöpfen aus Vorträgen von Kollegen, die es geschafft haben, marktfähig zu sein und bleiben - und eventuell das eigene Portfolio durch Zusammenarbeit zu erweitern.
Mit dem "Input erhalten" ist jeder gerne dabei, aber dem Anderen etwas weiterzugeben kann jemand nur, wenn er/sie selbst entweder nicht von der Fotografie abhängig ist oder so gefestigt ist im Beruf, dass er/sie es sich leisten kann, die Konkurrenz/den Mitbewerb zu unterstützen, noch dazu, wo der Respekt gegenüber dem Abwerben von Kunden anderer immer mehr sinkt (vor allem mit Dumping-Preisen).

Und von dieser im Beruf gefestigten Gruppe kann man viel für sich mitnehmen und ich bin daher froh, wenn es zu Aktivitäten kommt, wo zB internationale Fotografen, für die man meist kein Konkurrent sein kann, kommen und mit denen man sich austauschen kann, wie deren Werdegang war, wie deren Arbeitsweise ist, ... Meldungen in der Facbook-Gruppe der OÖ Berufsfotografen zB, man solle doch mehr lokale Größen einladen, man wisse doch eh alles bzw. so viel (was auch vorkommt bzw. vorgekommen ist), sind eben aus oa. Gründen gar nicht so einfach und sehr selten umsetzbar. Welchen wirklich erfolgreichen Fotografen/Fotografin gibt es bei uns, der/die in seinem/ihren "Revier" sein Wissen weitergeben möchte? Vielleicht eine Hand voll. Es gibt aber sehr viele, die Workshops anbieten, wo ich persönlich kaum jemanden in OÖ kennengelernt habe, wo ich Interesse hätte, mich von diesem Kollegen / dieser Kollegin weiterbilden zu lassen - meist sind es doch sehr basisbezogene Workshops oder Workshops, die auf eine Sparte gerichtet ist, die in Österreich schon gekillt wurde oder die nicht wirtschaftlich betrieben werden kann angesichts der Fülle an Hobby-Fotografen - siehe Hochzeitsfotografie, ....oder das Angebot ist mir einfach zu provinziell aufgebaut. Fotografie ist für mich mehr. Da lerne ich lieber aus internationalen Angeboten von Top-Fotografen online oder kaufe mir entsprechende Lektüre. Wenn allerdings, wie bisher, eine Auswahl der besten Fotografen weltweit zu uns kommt und vorträgt, bin ich immer dabei und konnte auch immer etwas für mich mitnehmen - und sei es nur Motivation - aber bisher war es meist mehr.

Der Konkurrent

Eine kleine Gruppe behauptete bei der Fachgruppentagung, wir seien doch keine Konkurrenten und könnten alle Freunde sein - dass ich nicht lache, davon habe ich in diesen Jahren nicht viel bemerkt - noch dazu, wo genau diese Gruppe sehr angriffig war anstatt zu sehen, was die Fachgruppe oder ein Ausschuss-Mitglied positiv gemacht hat. Kritik ist wichtig, aber auch eine Anerkennung wäre angebracht gewesen - und manches geht schon in den Bereich "Mobbing".

Ja, Freundschaften können entstehen und entstehen auch, aber nicht in der Breite. Es entstehen eher kleine Freundschafts-Gruppen, die sich ergänzen oder einfach nicht konkurrieren. Konkurrenz ist auch nicht negativ, denn es kann Dich weiterbringen - aber heute sagt man ja "Mitbewerber" (das unterscheide ich zB, aber später mehr dazu).

Ich persönlich habe auch zu meiner Konkurrenz Respekt (wie zu jedem Menschen, der menschlich agiert), denn mein Konkurrent muss gut sein, damit er/sie überhaupt ein Konkurrent für mich ist. Ansonsten nenne ich diesen Kollegen/ diese Kollegin MitbewerberIn. Das ist meine Definition zum Konkurrenten. Wenn ich jemanden als Konkurrenten bezeichne, dann ist er/sie für mich gut. Ich habe aber sowieso andere Ansätze dazu und schaue nicht, wie ich jemandes Kunden abwerben könnte sondern suche mir Kunden bzw. lasse mich von Kunden finden, die zu mir passen und die meine Arbeitsweise schätzen.

Was eher meiner Ansicht nach ein immer größer werdendes Problem ist, dass der Respekt vor Kollegen enorm gesunken ist seit der Öffnung des Gewerbes und untergriffige Bösartigkeiten in manchen Kollegen-Gruppen auffällt - gerade im Social Media-Bereich, wo sich so mancher Respektlose zeigt. Einer der Gründe, warum ich nicht mehr aktiv in der FB-Gruppe der Berufsfotografen Informationen liefere - es kann mich aber jeder Kollege gerne kontaktieren.

Abstimmungen kritisch überdenken

Der vorige Innungsmeister bat mich damals, auch zu kandidieren, da er jemanden in seinem Team haben wollte, der eigenständig denkt und kritisch hinterfragt - was ich nach wie vor mache, egal welche Partei dahintersteht. Bisher war mein Sitz im Ausschuss für den Wirtschaftsbund, den ich aber in den Jahren immer mehr kritisch sah - besonders die politische Einstellung dahinter gefiel mir nicht und entspricht nicht meiner Lebenseinstellung. Darum werde ich im März 2020 für die UNOS (Neos) kandidieren, da man dort bisher nicht versucht hat, mich meiner eigenen Meinung zu berauben, was ich auch in Zukunft nicht zulassen würde. Wie gesagt, ich agiere bei Abstimmungen überparteilich und gute Ideen werden von mir unterstützt und schlechte nicht bzw. lasse ich gerne die Meinungen, die ich von KollegInnen erhalte, einfließen in der Entscheidungsfindung. Ich denke auch, dass die meisten jetzigen Ausschuss-Kollegen diese Meinung vertreten, aber eben nicht alle.

Fachgruppen-Tagung - zur heurigen Abstimmung

Am 18.9.2019 fand wieder die alljährliche Fachgruppen-Innungstagung der OÖ Berufsfotografen statt. Wie immer kam nur ein kleiner Teil der gemeldeten Fotografen (ca 40 von 1.300 gemeldeten), obwohl es jedes Jahr zur ähnlichen Zeit stattfindet, auf der Website der WKO rechtzeitig publiziert wird und jeder im Büro nachfragen kann, wann die diesjährige stattfinden wird. Kritisiert wurde auf der FB-Gruppe, dass man nicht ordentlich informiert wurde - ja, man kann dies in Zukunft besser gestalten - aber trotzdem liegt die Eigenverantwortung bei den Unternehmern, sich selbst zu erkundigen und nicht zu erwarten, dass man alles so herangetragen erhält, sodass man das Hirn ausschalten kann.

Der von mir geschätzte Ausschuss-Kollege Martin Dörsch (Grüne Wirtschaft) konnte dieses Jahr über eine eigene Aussendung über die Grüne Wirtschaft für sich einige Kollegen mobilisieren, für seinen Antrag auf Herabsetzung der Grundumlage auf EUR 150,- zu stimmen. Es gab drei Anträge auf Herabsetzung. Der erste war von unserer Innungsmeisterin Sabine Starmayr, die von EUR 270,- auf EUR 243,- senken wollte. Damit wäre der Überschuss vom vergangenen Bilanzjahr ausgeglichen und wurde deshalb auch von mir unterstützt. Der zweite war von Fotografen-Kollege Nitsch, der auf EUR 200,- senken wollte, was schon zu einem Minus führt. Der dritte Antrag kam von Kollege Dörsch, der mehrheitlich angenommen wurde aufgrund seiner Mobilisierung, was aber nun bedeutete, dass die über Jahre aufgebaute Rücklage von 2 Jahres-Budgets, was kaufmännisch vernünftig ist, innerhalb eines Jahres vernichtet wird auf die gesetzlich vorgeschriebene. Dh. nach einem Jahr gibt es keine Reserve mehr.

Auf der anderen Seite schreiben die Kollegen in der Facebook-Gruppe, sie möchten mehr Angebote für Weiterbildung, Events, Netzwerktreffen, ... das passt nicht zusammen und es wird spannend, ob in Zukunft die Beiträge wieder erhöht werden oder eben auf viele Angebote verzichtet wird.

Budget verwalten

Ich bin gespannt auf übernächstes Jahr (denn nächstes Jahr kann man noch von der früher geschaffenen Reserve "zerren"), wie der neue Ausschuss die wenigen Gelder gut einsetzen wird. Bisher wurde dies meiner Meinung nach ganz gut gelöst (auch meist einstimmig, wo auch der Kollege Dörsch mit abstimmte - nicht falsch verstehen, ich halte persönlich viel von Kollegen Dörsch und bin auch oft seiner Meinung, gerade seine grüne bzw menschliche Einstellung gefällt mir ansonsten, aber diesen Antrag hielt ich als zu tief kalkuliert - oder besser: wahrscheinlich eben nicht kalkuliert - es hätte eine Senkung auch auf 243,- genügt meiner Meinung nach - und wenn nächstes Jahr ein Überschuss entsteht, hätte man immer noch reduzieren können - die Fachgruppe ist kein Sparverein, wie mein Kollege Dörsch meinte, aber sollte trotzdem kaufmännisch vernünftig betrieben werden.

Die Ausschuss-Sitzung ... danach

Nach der Tagung fand danach die Ausschuss-Sitzung (fast 4 h) statt, wobei durch die neue Situation schon einiges an Aktionen weggestrichen wurde und ein Werbebudget gar nicht definiert wurde, da dies der neue Ausschuss ab März 2020 lösen muss. Auf jeden Fall wurde der Werbe-Antrag von Team "Grüne Wirtschaft", lokale Straßenbahnwerbung, CityLights in Linz und 200 Plakate OÖ-weit, mehrheitlich abgelehnt, da einerseits zu lokal und zweitens nicht zielführend. Da sieht man die Diskrepanz zwischen dem Senken der Grundumlage, die meiner Meinung nach nur die Wahl unterstützen soll, damit Kollege Dörsch Innungsmeister wird, und andererseits das sinnlose "Verbraten" von Umlagen-Geld mit lokaler Werbung, wo die meisten Kollegen in OÖ nichts davon gehabt hätten. Wir müssen an die Kollegen in ganz OÖ denken und nicht wie offensichtlich für den Ort, wo Kollege Dörsch seinen Mittelpunkt hat.

Es wäre daher gut, wenn auch diejenigen "kritischen" Kollegen ihre Konzepte an das Innungsbüro schreiben würden (was bisher nie vorkam, aber vielleicht in Zukunft - die Hoffnung stirbt zuletzt), damit wir im Ausschuss auf mehr Ideen zurückgreifen können. Wichtig ist nur, dass es der Allgemeinheit etwas bringt und nicht nur einer kleinen Gruppe, die zB nebenberuflich neben einer Festanstellung mit Billigstpreisen den Markt ruinieren und nicht davon abhängig sind. Hier wäre Respekt vor denjenigen hilfreich, die davon leben (wollen), ansonsten wird es diese Berufsgruppe bald nicht mehr in dieser Form geben bzw. wird niemand mehr davon leben können. In den Social Medien (Facebook) funktioniert der Meinungsaustausch offensichtlich nicht, da dort nur eine ganz kleine Gruppe aktiv ist und überwiegend nur populistisch und angriffig in Frage stellt anstatt mitzuarbeiten an guten Lösungen - und es sind auch meist genau diejenigen, die es meiner Meinung nach nicht wirklich ernst meinen mit diesem Beruf sondern eher das Hobby als Gewerbe ausführen und/oder unzufrieden sind mit dem Leben und nur schimpfen möchten auf alles und jeden.

An dieser Stelle ein großes "Dankeschön" an die jetzige Innungsmeisterin Sabine Starmayr, die mit sehr viel Engagement immer wieder Ideen eingebracht hat, auch wenn nur wenig andere gekommen sind. Ein großes "schämt Euch" schicke ich an jene "Kollegen", die bei der Fachgruppentagung Sabine Starmayr und das Innungsbüro sehr untergriffig und meiner Meinung nach auch unsachlich angegriffen haben, ohne selbst je einen Antrag gestellt zu haben, geschweige denn aktiv an irgendetwas beteiligt waren.

Transparenz

Es wurde bei der Fachgruppentagung auch Transparenz gefordert (ist ja momentan sehr modern in der Politik - und natürlich auch notwendig - war aber meiner Meinung nach lächerlich bei der Tagung) - die gibt es ja. Es kann und konnte jeder im Innungsbüro Fragen stellen und diese werden und wurden auch beantwortet. Auch die Bilanz wurde innerhalb von wenigen Tagen vom Büro auf Anfrage übermittelt. Die Bilanz wird nun auf Wunsch der Mehrheit öffentlich publiziert werden. Was ist nicht transparent? Diese Frage bleibt anscheinend offen, denn dazu gab es keinen Antrag.

 

Ich hoffe auf mehr Intelligenz in der Fotografen-Branche und verbleibe mit respektvollen Grüßen


Euer
Manfred Scheucher
Ausschuss-Mitglied der OÖ Berufsfotografen seit 2015




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Email: office@ms-creative.com
Web: www.ms-creative.com
Letzte Änderung: 27.09.2019

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